Kelten, Kalats, Tiguriner. Archäologie am Heidengraben

Das keltische Oppidum Heidengraben und seine Umgebung sind Thema einer Kabinettsausstellung, die bis zum 24. Februar 2013 auf Schloss Hohentübingen gezeigt wird.

Oberhalb von Bad Urach, auf der Vorderen Alb erstreckt sich auf fast 17 Quadratkilometern eines der bedeutendsten archäologischen Geländedenkmäler Baden-Württembergs. Hier lag um 100 vor Christus das größte Oppidum auf dem europäischen Festland, eine befestigte spätkeltische Siedlung, deren mächtige Wehranlagen noch heute eindrucksvoll im Gelände erhalten sind. Noch einige Jahrhunderte älter sind die frühkeltischen Grabhügel beim Burrenhof.

Als „Kalats“ bezeichnete David Friedrich Weinland, der aus Grabenstetten stammte, in seinem 1878 erschienen Jugendroman „Rulaman – Naturgeschichtliche Erzählung aus der Zeit des Höhlenmenschen und des Höhlenbären“ die Kelten. Die historisch bezeugten Tiguriner waren ein Teilstamm der keltischen Helvetier, die im Gebiet der heutigen Schweiz, Süd- westdeutschlands und vielleicht auch um den Heidengraben siedelten. Ein Kontingent der Tiguriner schloss sich um 110 v. Chr. dem Zug der Kimbern und Teutonen nach Gallien an, wo sie jahrelange Raubzüge unternahmen und dabei mehrere römische Heere besiegten.

In einer Ausstellung, die von Studierenden der Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen im Rahmen eines Projektseminars erarbeitet wurde, werden aktuelle Ergebnisse und Funde zur keltischen Besiedlung der Region gezeigt. Parallel zur Ausstellung werden Führungen angeboten.

Eintrittspreise:
Erwachsene 5 Euro
ermäßigt 3 Euro
Familienkarte 12 Euro
Studierende (TÜ) frei

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